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DER GARTEN / THE GARDEN

 

 

Julia, eine etwa sechzigjährige Sprachwissenschaftlerin, lebt schon seit vielen Jahren allein und zurückgezogen in einer alten Wiener Villa, die von einem verwachsenen Garten umgeben ist.

Nachdem sie bei einer Routinekontrolle erfahren hat, dass sie an einer lebensbedrohenden Krankheit leidet, verfasst sie an die beiden Liebhaber ihrer Jugendjahre eine gleichlautende Einladung, ihr einen Besuch abzustatten.
Awad, ein nun siebzigjähriger Filmemacher und Hochschulprofessor aus Libyen,  und Hermann, nun Ende fünfzig, ein in Wien lebender Künstler, nehmen die Einladung an.

Hermann leidet unter Albträumen. Seine geliebte Frau, eine bekannte Schauspielerin, ist gerade an den Folgen eines Gehirnschlags verstorben. 
Awad ist erst vor kurzem traumatisiert aus Libyen zurückgekehrt, wo er von kriminellen Milizen entführt, gefangen gehalten und gefoltert wurde, jedoch nach zehn Tagen befreit werden konnte.

Auch andere Personen tauchen in Julias Garten auf:
ein junger Mann aus Rumänien, der seine Kindheit in Heimen verbracht hat und den Julia als Gärtner bei sich aufgenommen hat, und ein syrischer Familienvater, dem die Flucht mit Frau und Kindern aus dem Kriegsinferno seines Heimatlandes geglückt ist.

Der labyrinthartige Garten Julias wird für die ProtagonistInnen Bühne und Kindheits-Paradies, aber auch
Albtraum, Gefängnis und Kriegsschauplatz.

 

 

 

 

Der Film versucht, - auf der Basis der Persönlichkeiten und vor dem Hintergrund der tatsächlichen biographischen Details der DarstellerInnen eine filmische Fiktion aufzubauen, deren Räume den spontanen Ausdruck von Gefühlen ermöglichen sollen.
Die angebotene Fiktion weist deutliche Parallelitäten zur 'tatsächlichen', authentischen (Beziehungs-) Situation zwischen den AkteurInnen auf. Stimmungen, Konflikte, Interessen, die sich in der Probephase gezeigt haben, wurden in das Konzept eingearbeitet.
Die Vorgabe möchte die Umsetzung  - den spielerischen Ausdruck - des vorhandenen Potentials an Handlungs- und Denk-Möglichkeiten mittels Impulsen (Situationen, Texte, Räume) provozieren.
Die vor der Kamera entstehende Situation eines 'Spiels' schafft die Grundlage für eine offenere Auseinandersetzung mit der eigenen Person, wie auch mit jener des Partners/der Partnerin,  sowie eine Aufarbeitung und Transformation der jeweiligen traumatischen Erfahrungen, die schließlich im dunklen Kinosaal 'geteilt' werden können.

 

 

 

 

DarstellerInnen:
Giuliana Pachner, Awad Elkish, Hermann Krejcar, Sandu Petre Boitan, Omar Taha

Team:
Johannes Schmelzer-Ziringer (
Originalton und Mischung)
Maria Schreiner (Regie-Assistenz)
Zakaria Mohamed Ali (Kamera-Assistenz)
Sandra Spindler (Script, 2. Regie-Assistenz)

Geplante Laufzeit:
ca. 120 Minuten

Format:
HD, 1:1,85 , schwarzweiß