biographical notes


I am born in Vienna (Austria) in 1957.

 

As a young man suffering from isolation in the high school, I start early to deal with Super-8 film.  

 

Looking forward for - unlike at school - an artistic workshop, in the year 1975 I apply at the former University of Music and Performing Arts in the Department for Film and Television in Vienna, where I am admitted as a student. But the following years at the "Film Academy" are a mostly disillusionating and humbling experience for me. 

 

In addition to the Academy, where I make  use of the technical training as a cameraman, we found a film club together with friends, where small projects are created in 16mm.

 

In the period from 1977 to 1981, I am working mainly as a cameraman and together with the filmmakers Bärbel Neubauer, Margaretha Heinrich and Niki List (MALARIA).

 

In 1982, after a period of emotional depression - and as a personal turning point - GLARING LIGHT (GRELLES LICHT) arises as the first film I can implement my own ideas - no-holds-barred.

In 1983 the film FIRST LOVE (ERSTE LIEBE) follows.

With these two films I begin to be able to work up personal experiences in an artistic way and to experiment with it.

 

As part of my community service I am guiding mentally and physically handicapped people and founding a private children's group together with my future wife Maria, - experiences that we deal with in our next project CHILDRENS FILM (KINDERFILM) (1985). The film is co-financed by the Austrian television (ORF) and also broadcasted.

 

In 1986 our first son Leo  is born. We take this experience as an opportunity for the next project ON THE WAY (AUF DEM WEG), created within three years - together with family and friends - mostly while travelling.

 

Simultaneously I am working one more time as a cameraman for the film FELDBERG by Michael Pilz.

 

Following the invitation of a linguist, in 1988 I travel to the northern Italy local German-speaking enclave Giazza / Ljetzan near Verona, where the film THE CIMBERS (I CIMBRI - DIE ZIMBERN) is developed in the following years. At this little place we find very personal accession to the last representatives of a dying culture - shaped by the confrontation with one's own aging. I CIMBRI premiered at the 'Forum des Jungen Films' of the Berlinale 1991.

 

In the same year our daughter Isabella is born.

 

Again the experiences of these years - mentally challenging - have some influence on a new project: BLUE DISTANCE (BLAUE FERNE) (1993-95), a film with which our film work radically moves to the fringe and does'nt get abroad to the public at large.

 

I begin with the carving of stringed instruments and - as one who has never got a Christian education - focus intensively with theology.

 

In the year 1994 our son Paul is born.

 

From 1998 to 2003 I am working as a pastoral assistant with children and adolescents. Faced with intrigue and disappointed by the institution, I return in 2004 back to film-making.

 

On a research trip I meet Giuliana Pachner, who should be the actress in four other projects. In the years 2004-2006 we accomplished the film BELLAVISTA, where Giuliana embarks on the search for their identity, as a search for my own cultural and mental spaces and boundaries. The film receives the Main Diagonale Award for Best Austrian Documentary.  

 

I am now able to shoot the next film with somewhat larger budget: a close-Portait of my Calabrian friend Antonio - lifetime commuting between southern Italy and Austria - but it is no 'portrait' at all: TOTÓ (2007-09) . After the premiere at the film festival in Venice, the film is screened at many international festivals.

 

With FATA MORGANA (2010-12), we return back 'to the fringe'. Due to the political developments in Libya, the project can be realized only particulately in the Sahara and is inevitably subjected to changes and modifications of protagonists and venues, but we tried to reflect these facts within the film.

 

An experience of Giuliana Pachner leads us finally out to the refugee island of Lampedusa, where the next project becomes reality. LAMPEDUSA (2013-15) is produced together with protagonists who are acting along their own biographical lines. For me this project is an attempt to bridge the gap of helplessness and subjection and to get closer each others suffering - which remains abstract from distance - a small step.

 

The following project GARDEN (GARTEN) (2015-2018) represents the continuation and deepening of this impetus. The realities of captivity, a life-threatening illness and death of a loved one are - by means of a fiction - visualized and shared as a cinematic event.

 

 

 

 

 

 

Ich bin 1957 in Wien (Österreich) geboren.

 

Als Jugendlicher, der unter seiner Isolation in der Gymnasialzeit leidet, beginne ich sehr früh, mich mit Super-8-Film zu beschäftigen.

 

In der Hoffnung - anders als in der Schule - eine künstlerische Werkstatt vorzufinden, trete ich 1975 an der damaligen Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Abteilung Film und Fernsehen, zur Aufnahmeprüfung an und werde als Student aufgenommen.

Die folgenden Jahre an der "Filmakademie" sind für mich eine zumeist desillusionierende und demütigende Erfahrung.

 

Neben der Akademie, die ich jedoch für meine handwerkliche Ausbildung als Kameramann nutzen kann, gründen wir zusammen mit FreundInnen einen Filmclub, in dem kleine Projekte im 16mm-Format entstehen ("Rettet die Flieger").

 

In der Zeit von 1977 bis 1981 bin ich hauptsächlich als Kameramann tätig und arbeitet mit den FilmemacherInnen Bärbel Neubauer, Margaretha Heinrich und Niki List (MALARIA) zusammen.  

 

Nach einer Phase der Depression entsteht - als persönlicher Wendepunkt - 1982 mit GRELLES LICHT  mein erster Film, den ich - ohne Kompromisse machen zu müssen - nach eigenen Vorstellungen umsetzen kann.

1983 folgt der Film ERSTE LIEBE.

Mit diesen beiden Filmen gelingt es endlich, persönliche Erfahrungen künstlerisch aufzuarbeiten und damit zu experimentieren.

 

Im Rahmen meines Zivildienstes betreue ich geistig und körperlich behinderte Menschen und gründe zusammen mit meiner späteren Frau Maria eine private Kindergruppe – Erfahrungen, die wir in unserem KINDERFILM (1985) thematisieren.

Der Film wird vom Österreichischen Fernsehen (ORF) mitfinanziert und auch gesendet.

 

1986 wird unser erster Sohn Leo geboren. Diese Erfahrung wird Anlass für unser nächstes Projekt: AUF DEM WEG entsteht im Verlauf von drei Jahren - zusammen mit Familie und Freunden - größtenteils auf Reisen.

 

Parallel zu diesem Projekt bin ich noch ein letztes Mal als Kameramann tätig: für den Film FELDBERG von Michael Pilz.

 

Auf Einladung einer Linguistin reisen wir 1988 nach Oberitalien in die dortige deutsche Sprachinsel Giazza/Ljetzan, wo in den darauffolgenden Jahren der Film I CIMBRI - DIE ZIMBERN  entsteht. In diesem kleinen Ort finden wir sehr persönliche - von der Konfrontation mit dem eigenen Älterwerden geprägte - Zugänge zu den letzten Vertretern einer aussterbenden Kultur. Der Film wird österreichischer Beitrag beim Forum des Jungen Films der Berlinale 1991.

 

Im selben Jahr wird unsere Tochter Isabella geboren.

Wiederum fließen die - psychisch sehr schwierigen - Erfahrungen dieser Jahre in ein neues Projekt ein: BLAUE FERNE (1993-95), ein Film, mit dem wir uns radikal 'an den Rand' begeben und dem der Weg in die Öffentlichkeit größtenteils verschlossen bleibt.

 

Ich beginne mit dem Schnitzen von Saiteninstrumenten und beschäftige mich - als einer, der nie christlich erzogen worden ist - intensiv mit Theologie.

 

1994 wird unser Sohn Paul geboren.

 

1998 bis 2003 bin ich als Pastoralassistent tätig und arbeitet mit Kindern und Jugendlichen. Konfrontiert mit Intrigen und enttäuscht von der Institution kehre ich 2004 zum Film zurück.

 

Auf einer Recherche-Reise lerne ich Giuliana Pachner kennen, die zur Darstellerin von bisher vier Projekten werden soll. 2004-2006 realisieren wir den Film BELLAVISTA, in dem sich Giuliana auf die Suche nach ihrer Identität begibt, gleichzeitig als Suche nach eigenen kulturellen und psychischen Räumen und Grenzen. Der Film erhält den Großen Diagonale-Preis für den besten österreichischen Dokumentarfilm.

 

Wir können nun mit etwas größerem Budget den nächsten Film drehen: ein Nah-Portait meines - lebenslang zwischen Süditalien und Österreich pendelnden - in Kalabrien gebürtigen Freundes Antonio, das aber gar kein 'Portrait' ist: TOTÓ (2007-09). Nach der Premiere bei den Filmfestspielen in Venedig wird der Film bei vielen Internationalen Festivals gezeigt.

 

Mit FATA MORGANA (2010-12) kehren wir wieder 'an den Rand' zurück.  Aufgrund der politischen Entwicklungen in Libyen kann das Projekt nur zum Teil in der Sahara realisiert werden und ist zwangsläufig Wandlungen und Änderungen von Darstellern und Schauplätzen unterworfen, die wir aber im Film zu reflektieren versuchen.

 

Durch ein - ein Jahrzehnt zurückliegendes - Erlebnis Giuliana Pachners werden wir schließlich auf die Flüchtlingsinsel Lampedusa geführt, wo das nächste Projekt realisiert wird. LAMPEDUSA (2013-15) entsteht zusammen mit ProtagonistInnen, die entlang ihrer eigenen biografischen Linien darstellen. Ein Versuch, die Kluft der Hilflosigkeit und des Ausgeliefert-Seins zu überwinden und dem - aus der Distanz abstrakten - Leid des jeweils Anderen  näher zu kommen.

 

Die Weiterführung und Vertiefung dieses Impulses stellt das folgende Projekt dar: GARTEN (2015-2018). Die realen Gegebenheiten einer Gefangenschaft, einer lebensbedrohenden Krankheit und des Todes eines geliebten Menschen werden - mittels einer Fiktion - vergegenwärtigt und als Kino-Ereignis geteilt.